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Informationen zu Cannabis
Eine gemeinsame Kampagne der Drogenhilfe Köln
und des Rhein-Erft-Kreises

Seit dem 01.04.2024 sind Konsum, Besitz und Erwerb von Cannabis unter bestimmten Voraussetzungen für Menschen ab 18 Jahren in Deutschland erlaubt. Für Jugendliche bleibt der Besitz und der Konsum von Cannabis weiterhin verboten.

Mit über 50 Jahren Erfahrung in der Suchthilfe hat die Drogenhilfe Köln eine hohe Expertise im Bereich Cannabis entwickelt.

Wir bieten zum Thema Cannabis Informationen, Suchtprävention, Unterstützung, Beratung, Behandlung und Therapie für unterschiedliche Zielgruppen an.

Wenn Sie wegen Cannabiskonsums Ihren Führerschein verloren haben, unterstützen wir Sie mit Vorbereitungskursen zur MPU (medizinisch-psychologischen Untersuchung).

Egal, ob Sie selbst Cannabis konsumieren, jemanden im privaten Umfeld kennen, der konsumiert, oder suchtpräventive Angebote in Schulen, der Jugendarbeit oder der Jugendhilfe installieren möchten: Wir sind für Sie da und unterstützen Sie gerne.

    Plakatkampagne zu Cannabis mit dem Rhein-Erft-Kreis

    Der Konsum von Cannabis ist nicht risikofrei.

    Anlässlich der (Teil)Legalisierung von Cannabis haben sich die Drogenhilfe Köln und der Rhein-Erft-Kreis zusammengeschlossen und eine öffentlichkeitswirksame Plakatkampagne zu Cannabis umgesetzt. Die hier zu sehenden Plakate werden im Rhein-Erft-Kreis an den Schulen verteilt und in allen Schulbussen der REVG (Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft mbH) zu sehen sein.

    Wir freuen uns, wenn Sie die Motive über Social-Media teilen. Auf Instagram können Sie uns gerne verlinken unter: @suchtpraevention_koeln_rek

    Hier finden Sie die Grafiken als Social-Media-Dateien im quadratischen Format.


    Pressemitteilung & Bilder der Pressekonferenz:

    Hier geht es zur Pressemitteilung: PDF

    Bildrechte: Pressestelle Rhein-Erft-Kreis


    Verantwortlich für die Kampagne:


    Informationen zu Cannabis

    Informationen zu Wirkung, Risiken & Nebenwirkungen

    Die Cannabis-Pflanze gehört zur Familie der Hanfgewächse.  Der Hauptwirkstoff ist Tetrahydrocannabinol (THC). Er gehört zur Stoffgruppe der Cannabinoide. Neben dem Wirkstoff THC gibt es noch mehr als 100 weitere Cannabinoide, die in ihrer psychoaktiven Wirksamkeit variieren.

    Cannabis-Produkte

    • Marihuana (Gras): getrocknete Pflanzenteile (Blüten)
    • Haschisch (Dope, Shit): gepresste Harzplatten
    • Haschischöl (THC-Öl)

    Einnahme:
    Cannabis wird meist mit Tabak (Joint) oder pur (Blunt), aber auch in Wasserpfeifen (Bong) geraucht. Die risikoärmste Konsumform ist das Verdampfen über einen speziellen Verdampfer (Vaporizer). Auch eine orale Einnahme (z.B. Kekse, Kuchen, Tee) ist möglich.

    Wirkungseintritt:

    • Beim Rauchen: nach ca. 10 Minuten
    • Beim Verzehr: nach ca. 30 Minuten, manchmal aber auch erst nach 60 – 90 Minuten

    Wirkungsweise:
    Je nach THC-Dosis, Reinheitsgrad, Gewöhnung und Stimmung kommt es zu Gefühlen, wie z.B. Entspannung, Freude, Angst, Mattheit etc. Die Wirkung ist weder einheitlich noch vorhersehbar.

    Die Sinneswahrnehmung (Farben, Geräusche) und auch das Gefühl für Raum und Zeit (meist Verlangsamung) verändert sich. Bei hoher Dosierung und hohem THC-Gehalt kann es zu starker Einschränkung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit kommen.

    Kurzzeitwirkungen:
    Beim Rauchen hält die Wirkung ca. 2 – 3 Stunden. Nach Verzehr (z.B. Kekse) tritt die Wirkung später ein. Häufig wird hier zu viel konsumiert (Gefahr der Überdosierung). Je nach Füllzustand des Magens kann der Rausch bis zu 5 Stunden dauern.

    • Nebenwirkungen: 
      Mundtrockenheit, gerötete Augen, erweiterte Pupillen, Schwindel, Blutdruckabfall, herabgesetzte Körpertemperatur, gesenkter Blutzuckerspiegel
    • Bei Überdosierung:
      Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufprobleme, Halluzinationen, Angstzustände

    Langzeitwirkungen:
    Es ist erwiesen und unumstritten, dass der frühe Cannabis-Konsumbeginn zu nachhaltigen Beeinträchtigungen der kognitiven Leistungsfähigkeit führen kann. Daher wird von einem Konsum vor Vollendung der Hirnreifung (bis zum 25. Lebensjahr) abgeraten.

    Bei zunehmender Dauer und Intensität des Konsums leidet auch bei Erwachsenen die Hirnleistungsfähigkeit.

    Cannabiskonsum kann schwere psychische Erkrankungen (z.B. drogeninduzierte Psychosen) hervorbringen – vor allem, wenn psychische Vorbelastungen bestehen. Eine solche Vorbelastung ist meist im Vorfeld unbekannt.

    Bei Schwangerschaft wird vom Cannabiskonsum generell abgeraten.

    Bei regelmäßigem Cannabiskonsum kann sich zusätzlich zu einer psychischen Abhängigkeit auch eine leichte körperliche Abhängigkeit entwickeln. Beim Absetzen kommt es neben psychischen Entzugserscheinungen (z.B. Gereiztheit, Nervosität, Schlafstörungen) auch zu körperlichen Entzugssymptomen (z.B. Schwitzen, Kopfschmerzen, Übelkeit).

    Prinzipiell belasten alle inhalierten Fremdstoffe die Atemwege. Regelmäßiger Cannabiskonsum erhöht das Lungenkrebsrisiko enorm, da die aufgenommene Menge an krebserregenden Stoffen beim Joint-Rauchen höher ist als beim Zigaretten-Rauchen. Grund hierfür:  Der Cannabis-Rauch wird meist tiefer inhaliert und länger in der Lunge gehalten.

    Nachweisbarkeit:
    Im Blut kann THC bis zu 3 Tage, dessen Abbauprodukte bis zu 3 Wochen nachgewiesen werden. Im Urin kann THC von 1 Woche bis zu 3 Monaten nachgewiesen werden (je nach Konsumhäufigkeit). In den Haaren ist THC mehrere Monate nachweisbar.

    Berauscht zu fahren, wird auch in Zukunft verboten bleiben. Weitere Informationen: siehe unter „Cannabis und Führerschein“

    Weitere Informationen zu Wirkungen und Risiken von Cannabis:

    „stark statt breit“ – Kampagne


    DHS (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.)


    BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)


    Informative Websites

    Cannabisprävention der BZgA
    Die Homepage zur Cannabisprävention der BZgA wurde im Zuge der Legalisierung veröffentlicht und stellt kostenfrei Informationen und Materialien zum Thema Cannabis zur Verfügung.

    ginko Stiftung für Prävention „stark statt breit“
    Die Kampagne „stark statt breit“ der ginko Stiftung ist die Landeskampagne zur Prävention der Cannabisabhängigkeit. Sie stellt für Multiplikatoren genauso wie für Eltern und Jugendliche Informationen und Hilfestellung zur Verfügung.

    Drogisto
    Drogisto ist der Onlineshop der Drogenhilfe Köln. Hier können Materialien zur präventiven Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen erworben werden.


    Der Gesetzestext
    zu finden unter Cannabisgesetz

    FAQ des Bundesgesundheitsministeriums:
    FAQ

    Informationen zu Safer Use / Risikominimierung

    Cannabiskonsum ist nie ohne Risken. Unabhängig vom Legalitätsstatus ist das Bewusstsein wichtig, dass es keine sichere Form von Cannabiskonsum gibt.

    Daher gilt: Der einzig verlässliche Weg ein Risiko für Folgeschäden zu vermeiden ist es, den Konsum zu unterlassen.

    Wenn Sie sich dennoch für den Konsum von Cannabis entscheiden, sollten Sie im Sinne der Risikominimierung bestimmte Punkte berücksichtigen:

    • Einstiegsalter:
      Die Risiken des Cannabiskonsums sind für Jugendliche und Menschen bis ca. 25 Jahre höher. Junge Cannabiskonsumierende weisen aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Hirnreifung eine höhere Gefährdung auf. Dieser Prozess ist erst zum 25. Lebensjahr abgeschlossen.

    • Wirkstoffkonzentration:
      Je höher der THC-Gehalt oder je größer die konsumierte Menge, desto größer die Risiken für Gesundheitsprobleme.

    • Konsumhäufigkeit:
      Achten Sie auf Konsumpausen! Um Abhängigkeit zu vermeiden, sollte gelegentlicher oder seltener Gebrauch (z.B. 1-2 Tage /Woche, nur an Wochenenden) praktiziert werden.

    • Konsumreflexion:
      Behalten Sie ihren Konsum im Blick. Bei Einschränkungen oder negativen Begleiterscheinungen Konsum reduzieren oder (zeitweise) einstellen.

    • Schutz der Atemwege:
      Rauchen (verbrennen) von Cannabis kann den Atemtrakt schädigen, besonders wenn Tabak beigemischt ist. Verdampfen über z.B. einen Vaporizer reduziert das Einatmen zusätzlicher Giftstoffe, die beim Verbrennen entstehen würden. Der Konsum durch orale Einnahme (Essen/Trinken) führt zu verzögertem Wirkungseintritt und verlängerter psychoaktiver Wirkung. Somit erhöht sich bei dieser Konsumform das Risiko einer Überdosierung. Generell gibt es keinen „sicheren“ Konsumweg.

    • Safer-use bei Inhalation:
      „Tiefen-Einatmung“ und langes Atem-Anhalten vermeiden, um Schädigung des Atemwegsystems zu mindern.

    • Konsum von qualitätsgeprüften/kontrollierten Anbau:
      Schwarzmarktbezug vermeiden! Hier droht Gesundheitsschädigung durch unklaren Reinheitsgehalt, gefährliche Beimischungen, synthetische Cannabinoide usw.

    • Einschränkung der Fahrtüchtigkeit:
      Sie sollten unter Einfluss von Cannabis kein Kraftfahrzeug führen. Gleiches gilt für die Verkehrsteilnahme mit Fahrrad, Roller u.a. Bei Überschreitung des Grenzwertes folgt Führerscheinentzug.

    • Kein Konsum in der Schwangerschaft!
      Wenn Sie einen Kinderwunsch haben, schwanger sind oder stillen, sollten Sie auf den Konsum von Cannabis verzichten. Dies schützt Ihre Gesundheit und die Ihres Kindes.

    • Kein Konsum beim Betätigen von sicherheitsrelevanten Maschinen:
      Unter dem Einfluss von Cannabis zu fahren oder Maschinen zu bedienen, kann gefährlich sein. Sorgen Sie für Ihre Sicherheit und die anderer, indem Sie in solchen Situationen niemals unter Cannabiseinfluss stehen.

    • Mischkonsum:
      Gleichzeitiger Konsum von Cannabis und anderen psychoaktiven Substanzen erhöht Risiken für Gesundheitsschäden und/oder ungewollte Wechselwirkung.

    • Abhängigkeit:
      Cannabiskonsum kann neben körperlicher und psychischer Abhängigkeit auch das Entstehen von weiteren psychischen Erkrankungen begünstigen.

    Allgemein gilt: Die Kombination von Risikofaktoren erhöht die Wahrscheinlichkeit von Folgeschäden durch den Konsum von Cannabis.
    (Quelle: International journal of drug policy; „Richtlinie für die Risiko-Reduzierung bei Cannabiskonsum RRRCK“: Empfehlungen, The Lower Risk Cannabis Use Guidelines (LRCUG), 07/2023)

    Eine Infobroschüre der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zum Thema Safer Use finden Sie hier.

    Wenn Sie Ihren Cannabiskonsum verändern oder gar einstellen möchten, wenden Sie sich an unsere Beratungsstellen in Köln und im Rhein-Erft-Kreis. Ebenso sind wir für Angehörige von konsumierenden Personen ansprechbar. Unsere Beratungsstellen unterstützen Sie auch bei der Beantragung weiterführender ambulanter oder stationärer Therapieangebote.

    Informationen zu Cannabis und Führerschein

    ACHTUNG: Durch die neue Gesetzeslage wird sich auch im Bereich Führerschein und Cannabiskonsum einiges verändern. Änderungen der Gesetzeslage sind in Planung, jedoch noch nicht beschlossen. Alle nachfolgenden Informationen gelten für die derzeit gültige Rechtssprechung.

    Unterstützung bei Führerscheinverlust:
    Die Drogenhilfe Köln bietet Personen, die wegen ihres Cannabiskonsum den Führerschein verloren haben, Unterstützung über Vorbereitungskurse zur „Medizinisch Psychologischen Untersuchung“ (MPU) an. Weitere Informationen zu unserer MPU-Vorbereitung: https://www.drogenhilfe.koeln/leistungen/mpu-beratung/

    Rechtslage zu Cannabis und Führerschein:
    Wer unter Einfluss von Drogen – legalen wie illegalen – ein Fahrzeug führt, oder berauscht am Straßenverkehr teilnimmt, gefährdet sich und weitere Personen!

    Strafgesetzbuch (StGB):
    Trotz Fahruntüchtigkeit durch Cannabis am Straßenverkehr teilzunehmen ist auch zukünftig eine Straftat (§ 316 StGB) und wird durch Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn konsumbedingte Fahrfehler (sog. Ausfallerscheinungen) auftreten.

    Fahrerlaubnisverordnung (FeV):
    Der verwaltungsrechtliche Umgang mit Cannabis (Fahrerlaubnisbehörde) wird wie folgt angepasst, um die persönliche Eignung des Fahrzeugführers* zu klären (§ 13a FeV):

    • Ein ärztliches Gutachten wird gefordert, wenn der Verdacht auf eine Cannabisabhängigkeit vorliegt.
    • Eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) ist beizubringen,
      • wenn Anzeichen für Cannabismissbrauch vorliegen
      • wiederholt Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr unter Cannabiseinfluss begangen wurden
      • die Fahrerlaubnis wegen der genannten Gründe bereits entzogen war
      • der Nachweis erbracht werden soll, dass eine Cannabisabhängigkeit oder ein Cannabismissbrauch beendet wurde.
    • Eine Fahreignung ist nicht gegeben ohne eine konsequente und sichere Trennung von Konsum und dem Führen von Fahrzeugen.

    Straßenverkehrsgesetz (StVG):
    Mit Inkrafttreten des CanG zum 1.04.2024 ist (noch) keine Änderung der Ordnungswidrigkeit nach § 24a erfolgt. Für Cannabis gibt es keinen gesetzlichen Grenzwert wie beim Alkohol. Ordnungswidrig handelt, wer unter Einwirkung von Cannabis ein Fahrzeug im Straßenverkehr führt – Ausfallerscheinungen wie im Strafgesetzbuch sind nicht erforderlich!

    Da es sich um eine potentielle Gefährdungsannahme handelt, folgt die aktuelle Handhabung einem Bundesverfassungsurteil, nachdem ein Grenzwert von 1,0 ng/ml THC-Konzentration im Blut erreicht sein muss, um eine Einschränkung der Fahrtüchtigkeit annehmen zu können. Dieser Wert ist aktuell (6. Mai 2024) unverändert gültig.

    Geplante Änderung:
    Im Zusammenhang mit dem neuen seit 01.04.2024 gültigem Cannabisgesetz wird auch über eine Veränderung bei der Bewertung von Cannabis im Straßenverkehr diskutiert. Eine Expertenkommission hat eine Empfehlung für einen Grenzwert im Straßenverkehr von Cannabis vorgelegt. Dieser Grenzwert soll bei 3,5 Nanogramm je Milliliter Blutserum liegen. Dieser Grenzwert ist aber noch nicht rechtsgültig. Aktuell gilt weiterhin die alte oben beschriebene Regelung.

    Beratung

    Beratungsangebote zu Cannabis

    Rhein-Erft-Kreis

    • IBS Brühl – Information und Beratung zu Suchtlösungen

      IBS Brühl
      Drogenhilfe Köln gGmbH
      Heinrich-Esser-Straße 37
      50321 Brühl
      02232/18930
      bruehl@suchtloesungen.de

      Zielgruppe:
      Die Beratung steht allen Bürger:innen, allen selbst Betroffenen und auch deren Angehörigen aus dem Rhein-Erft-Kreis offen. Auch Netzwerkpartner:innen und Mitarbeiter:innen aus anderen Institutionen sind mit ihren Fragen bei uns herzlich willkommen.

      Die Vergabe von Beratungsterminen erfolgt zentral über 02232/18930.

      Weitere Informationen finden Sie hier.

    • IBS Bergheim – Information und Beratung zu Suchtlösungen

      IBS Bergheim
      Drogenhilfe Köln gGmbH
      Blumenstraße 8
      50126 Bergheim
      02271/47640
      bergheim@suchtloesungen.de

      Zielgruppe:
      Die Beratung steht allen Bürger:innen, allen selbst Betroffenen und auch deren Angehörigen aus dem Rhein-Erft-Kreis offen. Auch Netzwerkpartner:innen und Mitarbeiter:innen aus anderen Institutionen sind mit ihren Fragen bei uns herzlich willkommen.

      Die Vergabe von Beratungsterminen erfolgt zentral über 02271/47640.

      Weitere Informationen finden Sie hier.

    • Pulheim Außenstelle IBS Bergheim

      IBS Außenstelle Pulheim
      Drogenhilfe Köln gGmbH
      Beratungsbüro im Zanderhof
      Hackenbroicher Str. 16
      50259 Pulheim

      Zielgruppe:
      Die Beratung steht allen Bürger:innen, allen selbst Betroffenen und auch deren Angehörigen aus dem Rhein-Erft-Kreis offen. Auch Netzwerkpartner:innen und Mitarbeiter:innen aus anderen Institutionen sind mit ihren Fragen bei uns herzlich willkommen.

      Terminvereinbarungen werden über die IBS in Bergheim koordiniert: 02271-47640, bergheim@suchtloesungen.de

      Weitere Informationen finden Sie hier.

    Köln

    Suchtpräventions- und Frühinterventionsangebote

    Fachstelle für Suchtprävention (Drogenhilfe Köln gGmbH)

    Die Fachstelle für Suchtprävention der Drogenhilfe Köln gGmbH ist Anlaufstelle für alle Fragen der Suchtvorbeugung in Köln und im Rhein-Erft-Kreis.
    Wir unterstützen Eltern, Schulen, Jugendeinrichtungen, Einrichtungen der Jugendhilfe aber auch Betriebe und alle interessierten Personen bei allen Fragen zur Prävention von Cannabismissbrauch.

    Sucht beginnt im Alltag – Prävention auch!
    Deswegen handeln wir, bevor Sucht entsteht.

    Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrer Arbeit mit unserem know how.

    Fachstelle für Suchtprävention
    Hans-Böckler-Str. 5
    50354 Hürth
    02233/994440
    praevention@drogenhilfe.koeln

    Umfangreiche Informationen: Fachstelle für Suchtprävention

    Ebenfalls können Fachkräfte aus dem Rhein-Erft-Kreis sowie Köln kostenfrei Methodenpakete ausleihen und an unseren  Methodenschulungen teilnhemen.

    Im Verleih haben wir:

    Methode "Wenn Finn kifft"
    Methode „Wenn Finn kifft“
    Methodenkoffer „stark statt breit“














    Käuflich erwerben können Sie auf drogisto:

    FreD-Gruppenangebot zu Cannabis im Rhein-Erft-Kreis

    Du möchtest Deinen Cannabiskonsum in den Blick nehmen, verändern oder reduzieren?

    Probier`s mit FreD. Der Kurs besteht aus insgesamt 4 Terminen für Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren.

    Inhalt:

    • Infovermittlung
    • Gemeinsame Konsumreflexion
    • Gemeinsamer Blick auf Alternativen zum Konsum
    • Ziele setzen, die für dich passend sind

    Melde dich gerne für mehr Infos.

    Kontakt: IBS Bergheim / IBS Brühl

    Was ist FreD genau?

    FreD meint „Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumierenden“. Seit 2000 hat die LWL-Koordinationsstelle Sucht dieses Konzept mit großem Erfolg entwickelt und über regelmäßige Zertifizierungen von FreD-TrainerInnen einen qualitativ hochwertigen Transfer sichergestellt.

    Im Rhein-Erft-Kreis bieten wir mehrmals im Jahr FreD-Kurse an. Der Zugang erfolgt eigeninitiativ oder durch Vermittlung unserer Netzwerkpartner (Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen, Jugendhilfen im Strafverfahren, Ausbildungsbetrieben usw.). Auch Eltern können ihre Kinder im Alter von 14-21 Jahren auf das Angebot aufmerksam machen.

    Der Kurs richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und bietet im Rahmen von Einzel- und Gruppeneinheiten, die Möglichkeit den eigenen Konsum zu betrachten, Informationen zu Wirkungsweisen und Konsumrisiken zu erlangen und individuelle Ziele zu definieren.

    Der FreD – Kurs ermöglicht so einen professionell angeleiteten Austausch, gibt Informationen zu Safer Use und stellt häufig einen ersten positiven Kontakt zum Hilfesystem her. Im Idealfall wird durch sachgerechte Information die Entstehung einer Abhängigkeit verhindert.

    Melden Sie sich gerne für mehr Infos.

    Kontakt: IBS Bergheim / IBS Brühl

    Elternseminar „Mein Kind kifft, was kann ich tun?“

    Elternseminar Cannabis – „Mein Kind kifft, was kann ich tun?“

    Das Elternseminar Cannabis ist ein Angebot für Eltern, dessen Kind Cannabis konsumiert hat oder aktuell konsumiert. Wie soll man reagieren, wenn das Kind Cannabis konsumiert? Ist Cannabis wirklich so gefährlich oder doch harmloser als gedacht? Kann man davon überhaupt abhängig werden? Was verändert sich mit der Legalisierung? Diese und andere Fragen werden wir im Elternseminar beantworten. Außerdem wird es Raum geben, sich mit anderen Eltern zu dem Thema auszutauschen.

    Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

    Das Elternseminar ist kostenfrei.

    Das Elternseminar findet am Dienstag den 13.08.2024 von 17:00 bis 20:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Ansprechbar in der Victoriastr. 12, 50668 Köln statt und richtet sich an Eltern/Erziehende aus dem Raum Köln und Rhein-Erft-Kreis.

    Sie möchten teilnehmen? Dann rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine E-Mail mit Ihrem Namen, Ihrer Telefonnummer und ob Sie alleine oder mit Partner:in kommen möchten. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

    Anmeldeschluss ist Dienstag, 06.08.2024

    Marie Markwald (Sozialarbeiterin B.A.),
    Mareike Spitzer (Sozialarbeiterin B.A.)
    Tel.: 0221/912797-10
    ansprechbar@drogenhilfe.koeln
    www.ansprechbar-koeln.de

    Informationen zum Cannabisgesetz (CanG)

    Cannabisgesetz (CanG)

    Am 01. April 2024 ist das Cannabisgesetz in Kraft getreten und damit eine regulierte Freigabe von Cannabis zu Genusszwecken für volljährige Personen beschlossen worden.

    Für Jugendliche sind Besitz, Erwerb und Anbau weiterhin verboten. Jedoch fällt der Strafverfolgungszwang für Jugendliche mit dem Cannabisgesetz weg. Das gefundene Cannabis wird einbehalten und die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten werden informiert. Andere Handlungen, die für Erwachsene strafbar sind, sind auch für Jugendliche strafbar (z.B. unerlaubtes Handeltreiben).

    Die Weitergabe oder der Verkauf von Cannabis von einer volljährigen Person (über 21 Jahren) an eine minderjährige Person ist besonders unter Strafe gestellt.

    Besitz/Eigenanbau/Weitergabe:

    • Das Gesetz sieht vor, dass Erwachsene bis zu 25 Gramm Cannabis mit sich führen dürfen.

    • Im Haushalt dürfen von Erwachsenen bis zu 50 Gramm Cannabis gelagert werden, jedoch müssen die Cannabisprodukte unzugänglich für Kinder und Jugendliche gelagert werden.

    • Privater Eigenanbau von bis zu drei Cannabispflanzen pro volljährige Person eines Haushalts ist erlaubt, jedoch müssen die Pflanzen und Cannabisprodukte unzugänglich für Kinder und Jugendliche sein.

    Wo darf konsumiert werden? Wo besteht ein Konsumverbot?

    • Der Konsum von Cannabis im direkten Umfeld von Minderjährigen ist verboten.

    • Der Konsum im direkten Umfeld von z.B. Schulen, Sportstätten, Jugendeinrichtungen ist generell verboten.

    • In Fußgängerzonen ist der Konsum zwischen 07.00-20.00 Uhr verboten.

    • Wer gegen diese Einschränkungen verstößt begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit Geldstrafen rechnen.

    Unter Strafe stehen weiterhin:

    • Verkauf, Weitergabe u.Ä. sowie der Besitz größerer Mengen Cannabis (mehr als 30 Gramm in der Öffentlichkeit und mehr als 60 Gramm in privaten Räumen) ist weiterhin unter Strafe gestellt.

    • Die Weitergabe oder der Verkauf von Cannabis einer volljährigen Person (über 21 Jahren) an eine minderjährige Person ist besonders unter Strafe gestellt.

    Das Cannabisgesetz ist umfangreich – wir haben hier nur die wichtigsten Punkte aufgeführt!
    Der genaue Gesetzestext ist zu finden unter: CanG

    Ordnungswidrigkeiten nach Cannabisgesetz in NRW

    Ordnungswidrigkeiten nach Cannabisgesetz in Nordrhein-Westfalen

    Das Cannabisgesetz sieht für verschiedene Verstöße Ordnungswidrigkeiten vor.
    Für die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten gemäß § 36 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a und b sowie Nummer 4 und 5 des Cannabisgesetzes  sind gemäß § 1 der Cannabisordnungswidrigkeitenverordnung (COwiVO) die Gemeinden in NRW zuständig.

    Der Sanktionsschwerpunkt liegt auf dem Gesundheitsschutz von Kindern und Jugendlichen.

    Cannabiskonsum in Verbotszonen
    So kann der Cannabiskonsum in NRW in Verbotszonen mit 50 Euro bis 500 Euro oder der Konsum in unmittelbarer Gegenwart von Minderjährigen mit 300 Euro bis 1.000 Euro geahndet werden.

    Ordnungswidrigkeiten bei Besitz von Cannabis

    • Wer entgegen § 2 Absatz 1 Nummer 1 des Cannabisgesetzes mehr als 25 Gramm und bis zu 30 Gramm Cannabis, bei Blüten, blütennahen Blättern oder sonstigem Pflanzenmaterial der Cannabispflanze bezogen auf das Gewicht nach dem Trocknen, an einem Ort besitzt, der nicht sein Wohnsitz oder sein gewöhnlicher Aufenthalt ist, hat mit einem Bußgeld zwischen 250,-€ und 1000,- € zu rechnen (gilt für Personen ab 14 Jahren).
    • Wer entgegen § 2 Absatz 1 Nummer 1 insgesamt mehr als 50 Gramm und bis zu 60 Gramm Cannabis, bei Blüten, blütennahen Blättern oder sonstigem Pflanzenmaterial der Cannabispflanze bezogen auf das Gewicht nach dem Trocknen, besitzt, hat mit einem Bußgeld zwischen 250,-€ und 1000,- € zu rechnen (gilt für Personen ab 14 Jahren)

    Konsumverbot auf Großveranstaltungen wie Volksfesten oder Jahrmärkten
    Das Konsumverbot in unmittelbarer Gegenwart von Minderjährigen ist direkt im  Konsumcannabisgesetz des Bundes geregelt und gilt auch auf Großveranstaltungen wie Volksfesten oder Jahrmärkten. Das Gesundheitsministerium NRW hat einen Erlass veröffentlicht, der diese Rechtsauffassung klarstellt. Demnach hat der jeweilige Hausrechtsinhabende bzw. Veranstalterinnen und Veranstalter durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass es nicht zu Verstößen gegen dieses Konsumverbot kommt. Diese Verpflichtung kann auch in einem generellen Cannabis-Konsumverbot bestehen.

    Weitere Informationen: Cannabisordnungswidrigkeitenverordnung (COwiVO)

    Informationen für Anbauvereinigungen

    Ab 01. Juli 2024 werden nach dem Cannabisgesetz Anbauvereinigungen erlaubt. Deren Mitglieder bauen gemeinschaftlich Cannabis an und dürfen 25 Gramm pro Tag bzw. maximal 50 Gramm pro Monat erhalten. Sie dürfen angebautes Cannabis weder an Jugendliche noch an Nichtmitglieder weitergeben oder verkaufen. Anbauvereinigungen dürfen keine Werbung machen und müssen bestimmte Abstände zu Kindergärten, Schulen und anderen Jugendeinrichtungen einhalten.

    Anbauvereinigungen sind verpflichtet, geschulte Präventionsbeauftragte zu benennen.
    Wer diese Schulungen in NRW anbieten wird, welche Kosten dafür entstehen, wo, in welcher Form und wie oft sie stattfinden, ist bisher noch nicht geklärt. Fest steht jedoch, dass öffentlich geförderte Einrichtungen die Schulungen durchführen sollen. Somit ist eine Anbindung an das Hilfesystem und die Suchtprävention gewährleistet.
    Die Schulungen werden nach einem Curriculum gestaltet, das bisher drei Schulungstage vorsieht. Die Umsetzung erfolgt in den Bundesländern entsprechend der unterschiedlichen Strukturen. In NRW regelt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales das weitere Vorgehen.
    Wir erwarten hierzu weiterführende Informationen, wie das Cannabisgesetz auf Landesebene umgesetzt werden soll.

    Aktuelle Informationen zum Stand des Gesetzgebungsverfahrens und Inhalten des Cannabisgesetzes:
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/cannabis/faq-cannabisgesetz


    Ansprechpartner für Anbauvereinigungen:
    Ralf Wischnewski
    02233/994418
    r.wischnewski@drogenhilfe.koeln

    Weiteres

    Materialien und Broschüren

    „stark statt breit“ – Kampagne


    DHS (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.)


    BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)


    Informative Websites

    Cannabisprävention der BZgA
    Die Homepage zur Cannabisprävention der BZgA wurde im Zuge der Legalisierung veröffentlicht und stellt kostenfrei Informationen und Materialien zum Thema Cannabis zur Verfügung.

    ginko Stiftung für Prävention „stark statt breit“
    Die Kampagne „stark statt breit“ der ginko Stiftung ist die Landeskampagne zur Prävention der Cannabisabhängigkeit. Sie stellt für Multiplikatoren genauso wie für Eltern und Jugendliche Informationen und Hilfestellung zur Verfügung.

    Drogisto
    Drogisto ist der Onlineshop der Drogenhilfe Köln. Hier können Materialien zur präventiven Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen erworben werden.


    Der Gesetzestext
    zu finden unter Cannabisgesetz

    FAQ des Bundesgesundheitsministeriums:
    FAQ

    Kontakt


    Fachstelle für Suchtprävention
    Drogenhilfe Köln gGmbH

    Ralf Wischnewski
    Hans-Böckler-Str. 5
    50354 Hürth
    02233/99444-18
    r.wischnewski@drogenhilfe.koeln

    IBS – Information und Beratung zu Suchtlösungen
    Drogenhilfe Köln gGmbH

    Blumenstr. 8
    50126 Bergheim
    Tel.: 02271-4764-0

    Heinrich-Esser-Str. 37
    50321 Brühl
    Tel.: 02232-1893-0
     c.schulz-faehnrich@drogenhilfe.koeln